Sommerreifen im Sommer eingeläutet – Banner-Aktion der Initiative Reifenqualität erfolgreich beendet

Bonn, 30. April 2019 (DVR) – „Sommerreifen im Sommer – Winterreifen im Winter“ – das ist das diesjährige Motto der Banner-Aktion der Initiative Reifenqualität – „Ich fahr´ auf Nummer sicher!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner. Die Initiative macht zusammen mit dem Fachhandel und Kfz-Werkstätten auf Reifensicherheit aufmerksam. Über 1.200 Spannbänder wurden durch Kfz-Betriebe, Innungen, Prüforganisationen, Reifenfachhandel und Verkehrswachten an stark frequentierten Flächen für Autofahrer ausgehängt. Die bundesweite Aktion bringt Autofahrern die Bedeutung des Reifens als wichtigen Sicherheitsfaktor näher: Auch wenn Reifen ähnlich aussehen, so unterscheiden sie sich grundlegend. Die Gummimischung von Sommerreifen ist speziell für hohe Temperaturen geeignet, da Reifen im Sommer auf dem Asphalt durch Sonneinstrahlung und der Reibung extremer Hitze ausgesetzt sind. Das Profil der Reifen ist speziell gestaltet, um möglichst schnell sehr viel Wasser ableiten zu können und damit die Aquaplaning-Gefahr zu reduzieren.

Sicherheitsrisiko Winterreifen im Sommer

Wer den Winterreifen noch abfahren und nicht auf Sommerreifen umrüsten möchte, sei gewarnt: Winterreifen bestehen aus einer weichen Gummimischung und verzahnen sich bei niedrigen Temperaturen optimal mit der Fahrbahn. Bei Schnee und Eis sorgen Winterreifen für sicheren Grip. Bei warmen Temperaturen sind Winterreifen aber nicht die beste Wahl, denn der Bremsweg von Winterreifen verlängert sich bei hohen Temperaturen und die Fahrstabilität nimmt ab.

Übrigens: Damit Reifen laut der Straßenverkehrsordnung bei winterlichen Straßenverhältnissen gefahren werden dürfen, müssen sie die Anforderungen für Winterreifen (Alpine-Symbol) erfüllen. Das gilt für Ganzjahresreifen ebenso wie für Winterreifen. Durch die ganzjährige Nutzung von Ganzjahresreifen entsteht auch kein Kostenvorteil, man spart sich nur die Mühe mit dem Umrüsten. Dennoch sollten Reifen bei jedem zweiten Tankstopp kontrolliert werden und wenigstens zwei Mal im Jahr von einem Experten überprüft werden. Der Experte kann den Zustand der Reifen beurteilen und auf Gefährdungen hinweisen, wenn sie z.B. einseitig abgefahren wurden oder sich Unwuchten gebildet haben.

Die Technik regelt nicht alles

Empfohlen wird, den Zustand aller Reifen, ob Sommer- oder Ganzjahresreifen, bei jedem zweiten Tankstopp kurz zu prüfen und sicherzustellen, dass der Reifendruck richtig eingestellt und die Profiltiefe noch ausreichend ist. Der Reifendruck wird von vielen Fahrzeugen inzwischen automatisch über das Reifendruckkontrollsystem (RDKS) geprüft. Diese Technologie, die seit dem 01. November 2014 bei allen neu zugelassenen Fahrzeugen Pflicht ist, zeigt den  Druckverlust von Reifen an. Sensoren messen entweder direkt am Reifen oder indirekt über die ABS-Raddrehzahlsensoren und melden Veränderungen per Signalleuchte am Armaturenbrett an den Fahrer. Das funktioniert aber nur, wenn das RDKS richtig eingestellt ist und auch beim Reifenwechsel neu kalibriert wird. Im Zweifel hilft der Fachhandel gerne weiter. Dennoch sollte nicht auf die manuelle Reifendruckkontrolle verzichtet werden, um etwaige Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Den richtigen Reifendruck findet man entweder im Tankdeckel oder im Türholm.

Nicht minder wichtig ist die Profiltiefe: Schon bei der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter ist die nötige Haftung bei Nässe nicht mehr gewährleistet: Sommerreifen sollten ab einer Profiltiefe von drei Millimetern ausgetauscht werden, Winterreifen ab einer Profiltiefe von 4 mm. Das Alter entnimmt man der sogenannten DOT-Nummer: Sie gibt Aufschluss über Produktionswoche und -jahr. Je älter Reifen sind, desto anfälliger sind sie für Quetschungen und Risse. Reifen, die älter als sechs Jahre sind, sollten monatlich auf Schäden überprüft werden. Experten empfehlen, einen Autoreifen nach 10 Jahren zu erneuern.

Über Reifenqualität – „Ich fahr‘ auf Nummer sicher!“

Im Mittelpunkt der Initiative Reifenqualität des DVR und seiner Partner stehen die Qualität der Reifen und die fachliche Beratung im Handel. Die Produktqualität hat Auswirkungen auf Bremsweg und Nasshaftung. Aber auch der Zustand der Reifen, dazu gehören Sicherheitsprofiltiefe und Reifendruck, ist sicherheitsrelevant. Die regelmäßige Wartung der Reifen ist für die Fahrzeugsicherheit unerlässlich. Weitere Informationen rund um das Thema gibt es unter: www.reifenqualitaet.de

 

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Bildmaterial

Bild: Das Aktionsmotiv der Banner-Aktion

Bild: Ein Winterreifen hat deutlich mehr Griffkanten und Lamellen um auf winterlichen Straßen maximalen Grip zu gewährleisten, während Sommerreifen Wasser optimal ableiten.