Sicher in den Urlaub – mit Reifencheck

Bonn, 12. Juni 2018 (DVR) –  Ab dem 25. Juni beginnen in Deutschland die Sommerferien. Die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland bilden den Auftakt, die Schüler in Bayern werden am 30. Juli als letzte in die Ferien entlassen. Wer plant, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, sollte einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen und Vorbereitungen treffen, damit der Sommerurlaub erholsam und unbeschwert verläuft und nicht auf einer europäischen Autobahn endet.

Mit Sommerreifen sicher unterwegs

Wer sich bezüglich der Verfassung seines Autos unsicher ist oder vor Reisebeginn einen möglichen Defekt bemerkt, tut gut daran, sein Fahrzeug in einer Kfz-Werkstatt checken zu lassen. Die Initiative Reifenqualität des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner empfiehlt, vor Reiseantritt einen sorgfältigen Reifencheck durchzuführen. Reifen halten enormen Belastungen stand und müssen ein Fahrzeug im Notfall schnell zum Stehen bringen. Daher sollten sie bei jedem zweiten Tankstopp, in jedem Fall aber vor längeren Fahrten, überprüft werden.

Vor längeren Fahrten Reifen checken

Zum regelmäßigen Reifencheck gehören die Prüfung von Profiltiefe, Reifendruck und Reifenalter sowie die Begutachtung hinsichtlich Einfahrschäden, Beulen oder Rissen. Außerdem ist es spätestens jetzt höchste Zeit, die Sommerreifen aufzuziehen, wenn das noch nicht geschehen ist. Nur Sommerreifen bieten bei hohen Temperaturen den nötigen Gripp auf der Fahrbahn und die mit ihm einhergehende Sicherheit.

Der Reifencheck

Das Überprüfen der Reifen ist wenig aufwändig und mit etwas Übung schnell gemacht.

  1. Profiltiefe checken: Experten empfehlen für Sommerreifen eine Mindestprofiltiefe von 3 Millimetern. Eine ausreichende Profiltiefe und die spezielle Profilgestaltung von Sommerreifen sorgen dafür, dass möglichst viel Wasser auf nassen Straßen abtransportiert wird und geben den Reifen Halt auf der Fahrbahn. Die Gefahr von Aquaplaning wird vermindert.
  2. Reifendruck optimieren: Den geeigneten Reifendruck entnehmen Autofahrer entweder der Bedienungsanleitung ihres Fahrzeugs oder dem Schild, das sich am Tür-Holm oder im Tankdeckel befindet. Achtung: Der Reifendruck muss der Beladung angepasst werden. Ein zu hoher oder zu niedriger Reifendruck verlängert den Bremsweg und verringert die Fahrstabilität, besonders in Kurven.
  3. Reifenalter: Im Laufe der Zeit wird das Gummi von Reifen spröde und anfälliger für Schäden. Alterungsrisse erhöhen die Gefahr eines Reifenplatzers. Daher sollten Reifen ab einem Alter von sechs Jahren jeden Monat auf Schäden gesichtet werden.
    Das Alter eines Reifens erkennt man ganz einfach an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke: Die ersten beiden Ziffern geben die Produktionswoche an, die letzten beiden das Produktionsjahr. Reifen mit der Aufschrift DOT 3117 wurde beispielsweise in der 31. Kalenderwoche 2017 produziert. Im Zweifel besser beim Fachhandel prüfen lassen, ob der Reifen noch sicher ist.
  4. Auf sichtbare Schäden überprüfen: Bei sichtbaren Beulen, Rissen oder anderen Anzeichen einer Beschädigung sollte der Reifen ausgetauscht werden. Im Fachhandel werden Reifen geprüft und eventuell neue montiert.
  5. Ersatzreifen: Auch das fünfte Rad am Wagen muss geprüft werden um im Schadenfall sicher zur nächsten Kfz-Werkstatt zu kommen.

Bußgelder vermeiden

Nicht zu vergessen ist außerdem die Kontrolle des Öl- und Wasserstands. Warndreieck und Sicherheitsweste sind in vielen europäischen Ländern Pflicht und ein Nichtvorhandensein wird mit einer Geldstrafe geahndet. Das gilt auch für den Verbandskasten, der unter dem Fahrer- oder Beifahrersitz liegen sollte. Achten Sie auch auf dessen Verfallsdatum.

 

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Vor längeren Fahrten sollte ein Reifencheck durchgeführt werden

Die Profiltiefe hat Einfluss auf den Halt auf trockener und nasser Fahrbahn