Mit Winterreifen und angepasstem Fahrstil sicher durch die kalte Jahreszeit

In den Alpen und den südlichen Mittelgebirgen hat der Winter bereits am zweiten Novemberwochenende Einzug gehalten, noch in dieser Woche werden Reifglätte, Eis und Schnee die Straßenverhältnisse in weiten Teilen Deutschlands bestimmen. Expertinnen und Experten der Initiative Reifenqualität – „Ich fahr auf Nummer sicher!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner empfehlen daher jeder Autofahrerin und jedem Autofahrer, spätestens jetzt sein Fahrzeug winterfit zu machen.

„So wie wir uns im Winter mit entsprechender Kleidung vor Nässe, Kälte und Schnee schützen, muss auch das eigene Auto der Witterung entsprechend ausgestattet werden. Mit ein paar einfachen Maßnahmen schützt man sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer vor unnötigen Überraschungen“, weiß Welf Stankowitz, Referatsleiter Fahrzeugtechnik im DVR: „Winterreifen im Winter“ – Die Nutzung von Winterreifen sind bei winterlichen Straßenverhältnissen das A und O.

Winterreifen sind auf matschige Straßen und niedrige Temperaturen ausgelegt:

Ihr Profil weist Lamellen, feine wellenförmige Einschnitte in der Lauffläche, auf. Diese sorgen auch auf glatter Straße für den zuverlässigen Grip. Die Gummimischung von Winterreifen ist darüber hinaus weicher als die von Sommerpneus. Sommerreifen hingegen verhärten bei Minusgraden schneller, so dass sie sich nicht mit der rauen Straßenoberfläche verkanten können. Nicht zuletzt schreibt Paragraf 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) seit 2010 bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Winterreifen vor, zu erkennen an der M+S-Kennzeichnung und dem Schneeflockensymbol.

Mit angepasstem Fahrstil und Winterreifen sicher durch die kalte Jahreszeit.

„Sehen und gesehen werden“ – Dieses Motto sollten Autofahrerinnen und Autofahrer gerade in der dunklen Jahreszeit verinnerlichen. Die Scheibenwaschanlage muss jetzt mit Frostschutzmittel aufgefüllt werden, um immer den Durchblick zu behalten. Nicht minder wichtig sind funktionierende, saubere und korrekt eingestellte Scheinwerfer und Bremslichter. Bei Schneefall reicht es nicht, vor der Fahrt ein Guckloch für den Fahrenden freizukratzen – im Zeichen der Sicherheit müssen alle Scheiben von Eis und Schnee befreit werden – auch die der Scheinwerfer.

„Gute Vorbereitung ist die halbe Miete“ – Kilometerlange Staus sind gerade bei Wintereinbruch an der Tagesordnung. Damit die Fahrzeuginsassinnen und Fahrzeuginsassen nicht unterkühlen, empfiehlt es sich, im Winter immer eine warme Decke mitzuführen und für längere Fahrten eine Thermoskanne mit heißem Tee vorzubereiten. Die Autofahrt ist bei Schneefall und glatten Straßen anstrengender und zeitraubender als im Sommer, häufig muss man vor der Fahrt noch zum Eiskratzer und Schneebesen greifen. Deshalb ist es wichtig, gerade jetzt mehr Zeit für die Fahrt zur Arbeit und anderen wichtigen Terminen einzuplanen, um gar nicht erst aus der Ruhe zu kommen. Ein wintersicheres Auto, vorausschauendes Fahren, gemäßigtes Tempo und ein den Straßenverhältnissen angepasster Sicherheitsabstand zum Vordermann sorgen für eine stressfreie und vor allem sichere Fahrt durch das winterliche Deutschland.