Reifencheck: Brauche ich neue Reifen?

Berlin 30.03.2021 (DVR) – Die steigenden Temperaturen zeigen allen Autofahrenden an: Langsam wird es Zeit für den Reifenwechsel. Damit allein ist es aber nicht getan. Um sicher unterwegs zu sein, sind regelmäßige Reifenchecks, idealerweise bei jedem zweiten Tankstopp, unabdingbar. Worauf es dabei ankommt erklärt die Initiative Reifenqualität – „Ich fahr´ auf Nummer sicher!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates und seiner Partner.

Reifen sind ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Ihr Zustand ist, neben anderen Kriterien, ausschlaggebend für die Länge des Bremsweges. Und im Ernstfall entscheidet der Bremsweg darüber, wie schnell ein Fahrzeug zum Stehen kommt. Mit wenigen Schritten kann man selbst prüfen, ob das Auto neue Reifen benötigt:

Profiltiefe kontrollieren

Um die Profiltiefe zu kontrollieren benötigt man lediglich eine Euromünze. Diese in eine der Längsrillen des Profils stecken. Ist der goldene Rand nicht mehr zu sehen, ist die Profiltiefe für Sommerreifen ausreichend.

In Europa gilt eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Verkehrssicherheitsexperten empfehlen allerdings schon vorher die Profiltiefe im Blick zu haben, denn der Vorteil von Reifen mit höherem Volumen und tieferem Profil ist bedeutend: Sie können Wasser infolge von Starkregen oder Aquaplaning besser verdrängen und geben mehr Fahrstabilität.

Reifendruck prüfen

Ist der Reifendruck zu niedrig, verlängert sich der Bremsweg auf Nässe und es kann sogar zu Reifenplatzern kommen. Deshalb sollte der Reifendruck regelmäßig geprüft werden, auch wenn der Pkw über ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) verfügt. Welchen die Reifen benötigen, ist im Tankdeckel, im Türholm oder in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs angegeben. Messen und korrigieren kann man den Reifendruck an den meisten Tankstellen. Wichtig dabei ist, dass die Reifen beim Luftdruck-Check höchstens handwarm sind, weil sich heiße Luft ausdehnt und die Druckangabe verfälscht.

Schäden und Alter der Reifen checken

Entscheidend für die Verkehrssicherheit ist auch der Gesamtzustand der Reifen. Sind Schäden wie Dellen, Beulen oder Risse zu sehen, sollten die Reifen in der Fachwerkstatt ausgetauscht werden. Weil Gummi mit der Zeit spröde wird, empfiehlt die Initiative Reifenqualität, Reifen ab einem Alter von sechs Jahren monatlich auf Schäden zu überprüfen. Reifen, die zehn Jahre alt sind, sollten generell ausgetauscht werden.

Qualitätsreifen schaffen Sicherheit

Steht fest, dass neue Reifen gekauft werden müssen, sollte bei der Kaufentscheidung die Qualität den Ausschlag geben. Informieren Sie sich vorab über unabhängige Reifentests, das EU-Reifenlabel oder Fachleute, welche Reifen qualitativ hochwertig sind und die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.

Über Reifenqualität – „Ich fahr‘ auf Nummer sicher!“

Im Mittelpunkt der Initiative Reifenqualität des DVR und seiner Partner stehen die Qualität der Reifen und die fachliche Beratung im Handel. Die Produktqualität hat Auswirkungen auf Bremsweg und Nasshaftung. Aber auch der Zustand der Reifen ist sicherheitsrelevant. Dazu gehören Sicherheitsprofiltiefe und Reifendruck. Die regelmäßige Wartung der Reifen ist für die Fahrzeugsicherheit unerlässlich. Weitere Informationen rund um das Thema gibt es unter: www.reifenqualitaet.de

Kontakt

Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Julia Fohmann
Pressesprecherin
Referatsleiterin Presse

Telefon:  +49 (0)30 2266771-30
Telefax:  +49 (0)30 2266771-29

JFohmann@dvr.de
presse@reifenqualitaet.de

 

Folgende Dokumente stehen zum Download zur Verfügung:

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Bild: Die Profiltiefe mit einer Euromünze messen

Bild: Aufstandsfläche auf der Fahrbahn