Heiße Straßen – Sommerreifen

Bonn, 19. Juni 2019 (DVR) – Die Temperaturen lassen es erahnen – der Sommer kommt und mit ihm die Freude auf den bevorstehenden Sommerurlaub. Der Trend, mit dem Auto in den Urlaub  zu fahren, hält ungebrochen an: Laut einer Statista-Umfrage steht in diesem Jahr als geplantes Reisemittel der Deutschen der Pkw auf Platz 1 mit 47,1%. Die Initiative Reifenqualität – „Ich fahr´ auf Nummer sicher!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) und seiner Partner gibt Tipps, wie die Fahrt in den Urlaub bestmöglich vorbereitet werden kann, um sicher ans Ziel zu kommen.

Sommerreifen im Sommer

Grundsätzlich sollten bei sommerlichen Wetterverhältnissen Sommerreifen aufgezogen sein. Diese bestehen aus einer härteren Gummimischung als Winterreifen und sind für hohe Temperaturen geeignet – Asphalt kann sich im Sommer auf über 50 °C erhitzen. Dank solider Profile bleiben Sommerreifen auch bei heißen Temperaturen fahrstabil und die Profilrillen sorgen für eine schnelle Ableitung von Wasser. Große Profilblöcke sorgen für eine gute Übertragung der Brems- und Kurvenkräfte. Optimal gestaltete Rillen bieten einen wirksamen Aquaplaningschutz.

Wer Winterreifen im Sommer fährt, muss mit längeren Bremswegen rechnen und einer abnehmenden Fahrstabilität. Winterreifen haben eine weiche Gummimischung, die bei hohen Temperaturen an ihre Belastungsgrenzen kommt. Daher sind Sommerreifen im Sommer die richtige Wahl.

Der Reifencheck vor langen Autofahrten

Reifen sollten bei jedem zweiten Tankstopp kontrolliert werden. Auch vor längeren Autofahrten fährt man mit folgenden Tipps auf Nummer sicher:

 

  1. Reifendruck kontrollieren und der Beladung anpassen:

Sehen Sie im Tankdeckel, im Türholm oder in der Betriebsanleitung nach, welchen Druck Ihre Reifen brauchen. Prüfen Sie den Reifendruck am höchstens handwarmen Reifen. Der Reifendruck muss dabei der Beladung angepasst sein.

Ist der Reifendruck zu niedrig, hat die Mitte der Lauffläche wenig Bodenkontakt und der Reifen wird bei den Umdrehungen stark verformt. Dadurch erhitzt der Reifen und verschleißt sehr schnell. Hinzu kommt, dass die Flanken stark beansprucht werden. Die Folgen können die Ablösung der Lauffläche oder das Platzen des Reifens sein. Ist der Reifendruck zu hoch, berührt hauptsächlich die Mitte der Lauffläche die Fahrbahn. Das Rad hüpft schneller und verliert den Bodenkontakt. Die Kurvenstabilität nimmt ab und der Bremsweg verlängert sich durch die geringere Haftung.

 

  1. Profiltiefe checken:

Prüfen Sie die Profiltiefe mit einem Profiltiefenmesser oder einer 1-Euro-Münze. Der goldfarbene Rand der Münze ist 3 mm breit. Verschwindet er im Reifenprofil, ist noch genug Profil vorhanden.

Experten empfehlen mindestens 3 mm Profiltiefe bei Sommerreifen und 4 mm bei Winterreifen. Je mehr Profil auf Reifen vorhanden ist, desto besser ist der Grip auf der Straße. Das Auto kommt weniger schnell ins Schleudern und die Gefahr von Aquaplaning wird vermindert.

 

  1. Alter der Reifen im Auge haben:

Das Alter Ihrer Reifen ist erkennbar an der DOT-Nummer. Diese  steht auf jedem Reifen und gibt die Herstellungswoche und das -jahr an. Beispiel [2318]: Produktion in der Kalenderwoche 23 im Jahr 2018.

Je älter ein Reifen ist, desto spröder wird das Gummi. Der Reifen wird anfälliger für Quetschungen, z. B. an Bordsteinen oder an scharfen Gegenständen. Reifen, die älter als 6 Jahre sind, sollten monatlich auf Schäden überprüft werden. Experten empfehlen, einen Autoreifen spätestens nach 10 Jahren zu erneuern.

 

  1. Reifen auf sichtbare Schäden prüfen:

Sollten die Reifen Risse aufweisen, Beulen oder eingefahrene Fremdkörper, ziehen Sie einen Reifenexperten zurate. Er kann einschätzen, ob der Reifen gewechselt werden muss.

Die schnelle Fahrt durch Schlaglöcher,  das Streifen des Bordsteins oder das Überfahren von Scherben beschädigen die Reifen. Ohne es zu bemerken, können Reifen Risse und Beulen davon tragen, die zu Unwuchten führen und Reifenplatzer begünstigen können.

 

  1. Ersatzrad nicht vergessen:

Ist ein Ersatzrad vorhanden, sollte auch das gecheckt werden. Bei Fahrzeugen ohne Ersatzrad sollte das Reifenpannenset in einem guten Zustand sein.

Wenn die Reifen den Check bestehen, steht einer sicheren Urlaubsfahrt nichts mehr im Wege.

 

*Quelle: Statista, Verkehrsmittel für geplante Urlaubsreisen der Deutschen in den Jahren 2017 bis 2019 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28169/umfrage/verkehrsmittel-fuer-geplante-urlaubsreisen/

 

Über Reifenqualität – „Ich fahr‘ auf Nummer sicher!“

Im Mittelpunkt der Initiative Reifenqualität des DVR und seiner Partner stehen die Qualität der Reifen und die fachliche Beratung im Handel. Die Produktqualität hat Auswirkungen auf Bremsweg und Nasshaftung. Aber auch der Zustand der Reifen, dazu gehören Sicherheitsprofiltiefe und Reifendruck, ist sicherheitsrelevant. Weitere Informationen rund um das Thema gibt es unter: https://reifenqualitaet.de/

 

Folgende Downloads stehen zur Verfügung

Die Pressemeldung als PDF-Dokument

Die Pressemeldung als Word-Dokument

Bildmaterial

Bild: Der optimale Reifendruck im Vergleich

Bild: Braunbärin Profilia prüft die Profiltiefe mit einer Euromünze. Das Profil dieses Reifens ist weniger als 3 mm tief.

Bild: Braunbärin Profilia empfiehlt den regelmäßigen Reifencheck