Sommerreifen im Sommer auf Deutschlands Autobahnen – eine erfolgreiche Aktion geht zu Ende

Bonn, 26. April 2018 (DVR) –  Zwei Monate lang machten 20 Lkw mit dem Slogan „Sommerreifen im Sommer“ auf deutschen Autobahnen auf die anstehende Reifenwechselsaison aufmerksam. Die Initiative Reifenqualität – „Ich fahr‘ auf Nummer sicher!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner brachte mit dieser Heckflächenbeklebung das Thema wortwörtlich auf die Straße und generierte so etwa 10 Mio. Blickkontakte. Zusätzlich wurde über Fachhändler eine Sonderauflage von 30.000 AutoBild-Heften an Autofahrer verteilt. Ein Störer auf der Titelseite und eine Anzeige im Innenteil wiesen nicht nur auf den nun notwendigen Wechsel auf Sommerreifen, sondern auch auf deren empfohlene Mindestprofiltiefe hin.

Mit Sommerreifen im Sommer sicher ankommen

Die Initiative Reifenqualität nutzt seit einigen Jahren diesen Anlass, um im März verstärkt mit verschiedenen Aktionen für die Themen Reifensicherheit und Produktqualität zu sensibilisieren. Sandra Demuth, Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit Initiativen & Veranstaltungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR): „Wenn die Temperatur konstant bei mindestens 7°C liegt, sollten Autofahrer ihre Fahrzeuge umrüsten. Dabei sind Sommerreifen im Sommer grundsätzlich die richtige Wahl.“ Das liegt an der Gummimischung von Sommerreifen, die speziell für hohe Temperaturen entwickelt wurde. Unter Sonneneinstrahlung erhitzt sich der Asphalt und auch der Reifen wird dadurch erwärmt. Die harte Gummimischung von Sommerreifen hält der zusätzlichen ständigen Reibung, gerade bei hohen Geschwindigkeiten, Stand und sorgt dafür, dass die Reifen nicht zu schnell abreiben. Auch das Profil ist speziell auf die Anforderungen im Sommer angepasst: Spezielle Profilgestaltungen sorgen dafür, dass auf nassen Straßen möglichst schnell viel Wasser abtransportiert wird. Das schützt vor gefährlichem Aquaplaning.

Warum wechseln?

Die Zahlen der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS) aus dem Jahr 2017 zeigen, dass noch immer viele Autofahrer im Sommer mit Winterreifen unterwegs sind. Gesetzlich verboten ist dies nicht, Reifenexperten empfehlen aber die Nutzung von Sommerreifen im Sommer. Die Bremswege von Winterreifen sind im Sommer länger als die von Sommerreifen. Winterreifen bestehen aus einer weichen Gummimischung, die für niedrige Temperaturen geeignet ist. Bei hohen Temperaturen werden Winterreifen instabil und verschließen schneller. Der eigenen Sicherheit zuliebe sollten Autofahrer ihre Winterreifen nur im Winter fahren.

Ganzjahresreifen sind für den Sommer nicht optimal

In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht. Bei Glatteis, Schnee und Matsch darf ein Fahrzeug nur mit Winterbereifung gefahren werden. Ganzjahresreifen sind daher stets als Winterreifen zugelassen und in der Regel auf den Winter optimierte Reifen, deren Eigenschaften nicht an die auf hohe Temperaturen spezialisierten Sommerreifen heranreichen. Gerade der Bremsweg auf trockener und nasser Straße fällt oft länger aus, als bei Sommerreifen. Und wer möchte nicht im Ernstfall lieber früher zum Stehen kommen?

 

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Bildmaterial

Bildunterschrift: Mit diesem Motiv machte die Initiative Reifenqualität aufmerksam auf „Sommerreifen im Sommer“

Bildunterschrift: Überblick über die Reifenarten bei KÜS Hauptuntersuchungen im Jahr 2017

Bildunterschrift: Der Bremsweg von Sommerreifen, Winterreifen und Ganzjahresreifen im Vergleich