Gefahr durch Blitzeis – So sollten Sie (re)agieren

In der kalten Jahreszeit können sich Straßen für Autofahrende in ein gefährliches Terrain verwandeln. Besonders dann, wenn du Luft schon sehr kalt ist und Regen auf die Fahrbahn tropft. Denn bei Bodentemperaturen von unter 0 Grad Celsius gefriert das auf die Straße tropfende Wasser blitzartig und es entsteht das sogenannte Blitzeis. Innerhalb kürzester Zeit ist der Boden mit einer dünnen Schicht Eis überzogen und die Fahrbahn spiegelglatt.

Viele Unfälle bei Blitzeis

Unfälle, nicht selten in Verbindung mit schweren Sachschäden, Verletzungen oder gar Todesfällen, sind oft das Ergebnis von plötzlich gefrierender Feuchtigkeit auf der Straße. Auch in diesem Jahr führte auftretendes Blitzeis beispielsweise schon zu einer Massenkarambolage auf der A7 in Bayern. Innerhalb weniger Minuten führen 17 Autos ineinander, 29 Menschen wurden verletzt, mindestens vier davon schwer. Das führte zu einem Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, welche die Unfallstelle sperrten und fast zehn Stunden im Einsatz waren um Verletzte zu bergen.

Das richtige Verhalten bei Blitzeis

Für Autofahrende ist dieses widrige Wetterverhältnis ziemlich unvorhersehbar. Experten der Initiative Reifenqualität des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner empfehlen daher bei einsetzendem Blitzeis wenn möglich gar nicht zu fahren. Sind Fahrten allerdings nicht zu verschieben, oder man wird von den einsetzenden Wetterumständen überrascht, fährt man am sichersten mit einer angepassten Fahrweise. Das heißt, einen größeren Abstand zu den vorderen Fahrzeugen halten, sanft bremsen und gefühlvoll lenken. Kommt man dennoch ins Schleudern, hilft es das Fahrzeug auszukuppeln und gegenzusteuern. Gas zu geben oder Gas wegnehmen ist dagegen gefährlich. Zusätzlich
sind Winterreifen bei einer solchen Wetterlage Pflicht.

Die richtige Bereifung ist bei diesem Wetter ein Muss

Um von widrigen Straßenverhältnissen nicht überrascht zu werden, sollte man frühzeitig auf hochwertige Winterbereifung umrüsten. Winterreifen verfügen über eine auf Winterverhältnisse abgestimmte Laufflächenmischung, die auch bei niedrigen Temperaturen noch weich und geschmeidig bleibt. So kann sich der Reifen an die Mikrorauhigkeit der Fahrbahn besser anpassen. Die Kanten der feinen Lamellen verzahnen sich mit überfrorenen, verschneiten oder matschigen Oberflächen und gewähren so den besten Grip auf der Straße. „Um im Winter auf Nummer sicher zu fahren, sollten die aufgezogenen Reifen auf jeden Fall eine Sicherheitsprofiltiefe von 4 Millimeter haben. Bei weniger Profiltiefe verliert der Winterreifen an Grip und die Lamellen können ihrer Funktion nur noch eingeschränkt nachkommen – der Bremsweg wird dementsprechend länger“, Sandra Demuth, Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit, Deutscher Verkehrssicherheitsrat.

Bei gefährdeter Wetterlage frühzeitig informieren

Vor Fahrten mit dem Fahrzeug ist unbedingt der Wetterbericht heranzuziehen, auch aktuelle Wetterwarnungen sollten sehr ernst genommen werden. Gleichzeitig gilt es, auf die Wetterlage in der Umgebung Acht zu geben. Und Achtung: Die offizielle Messhöhe bei Temperaturen befindet sich bei 2 Metern. Das heißt, dass die Temperatur der Luft im Winter auch über Null, die Bodentemperatur allerdings unter 0 Grad Celsius liegen kann. Gerade nachts trifft dieser Fall öfter ein. Dieser Bodenfrost kann auch zu Blitzeis führen.

Über Reifenqualität – „Ich fahr‘ auf Nummer sicher!“

Im Mittelpunkt der Initiative Reifenqualität des DVR und seiner Partner stehen die Qualität der Reifen und die fachliche Beratung im Handel. Die Produktqualität hat Auswirkungen auf Bremsweg und Nasshaftung. Aber auch der Zustand der Reifen ist sicherheitsrelevant. Dazu gehören Sicherheitsprofiltiefe und Reifendruck. Die regelmäßige Wartung der Reifen ist für die Fahrzeugsicherheit unerlässlich. Weitere Informationen rund um das Thema gibt es unter: www.reifenqualitaet.de.

Kontakt
Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Sandra Demuth
Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit
Initiativen/Veranstaltungen

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