Was sind eigentlich Slicks?

Slicks sind Reifen, die im Motorsport eingesetzt werden. Das besondere an Slicks ist, dass sie im Vergleich zu normalen „Straßenreifen“ kein Profil haben. Daher werden sie ausschließlich bei trockener oder nur leicht feuchter Fahrbahn eingesetzt. Die Gegenstücke zu Slicks im Rennsport sind Regenreifen und Intermediates, die beide über ein Profil verfügen. Intermediates werden für den Zwischenbereich eingesetzt und haben die gleiche Gummimischung wie Slicks, sind aber leicht profiliert. Regenreifen dagegen verfügen über ein vollwertiges Profil und eine noch weichere Gummimischung.

Slicks

 

Einsatzbedingungen für Slicks

Slick-Reifen können im Rennsport ausschließlich bei trockenem Wetter eingesetzt werden. Motorsport-Begeisterte kennen diese Situation: Leichter Regen tritt auf, die Rennfahrbahn wird nass und prompt werden Boxenstopps der Rennfahrer vorgenommen. Die Slicks werden gegen Regenreifen oder Intermediates getauscht.

Slicks sind bei nasser Strecke nicht mehr einsetzbar, denn die Kerntemperatur der Fahrbahn wird durch den Regen heruntergekühlt. Dadurch lässt die Haftung signifikant nach. Hinzu kommt, dass Slicks das Profil fehlt, das in der Lage ist Wasser abzutransportieren. Deswegen bildet sich ein Wasserfilm zwischen Reifen und Strecke, das sogenannte Aquaplaning, das seinerseits für mangelnde Haftung sorgt.
Slicks sind echte Hochleistungsreifen und der Bereich zwischen Haftung und Haftungsverlust ist bei ihnen sehr viel niedriger als bei Reifen mit Profil. Bei nasser Fahrbahn ist ein Fahrzeug mit Slicks nicht mehr steuerbar, es würde gerade bei einem hohen Tempo im Rennen ausbrechen und beim Bremsen oder Beschleunigen nicht mehr kontrollierbar sein.

 

Wieso werden Slicks im Rennsport eingesetzt?

Treffen Slick-Reifen auf die passenden Einsatzbedingungen, erbringen sie Höchstleistungen. Durch das fehlende Profil ist die Kontaktfläche zwischen Reifen und der Straße maximal. Dadurch wird bei trockener Fahrbahn ein hervorragender Grip erzeugt, die Traktion (Antriebskraft) verbessert und die Kraftübertragung auf die Straße maximiert.
Tests zeigen, dass dadurch die Rundenzeiten signifikant verbessert werden. Vergleichen mit einem zugelassenen Straßenreifen, spart der Slick pro Runde satte 4 Sekunden.

 

Einsatzbereiche von Slicks

Slicks dürfen nicht im Straßenverkehr genutzt werden. Schließlich gilt in Deutschland die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Daher werden Slicks ausschließlich für die Rennstrecke gebaut: Neben dem Einsatz bei Autorennen, gibt es auch Slicks für Motorräder und auch im Radrennsport werden Slicks eingesetzt.

 

Übrigens: Auf Grund der extrem hohen Belastungen, liegt die Laufleistung von Slicks gerade mal bei rund 200 km. Häufig sind die Reifen dann schon bis zur Karkasse verschlissen und müssen ausgetauscht werden.