Breitreifen

Sicher ankommen mit Breitreifen

Breitreifen am Fahrzeug (Continental)

Waren Breitreifen vor einigen Jahren noch vornehmlich im Motorsport bei getunten Fahrzeugen zu finden, haben sie inzwischen längst bei „normalen“ Autos Einzug gehalten. Dies hat neben der sportlichen Optik auch technische Gründe: Die Fahrzeuge wurden im Laufe der Jahre immer schwerer und schneller. Um eine gewisse Fahrstabilität gewährleisten zu können, wurden daher auch die Reifen breiter. Breite Reifen sehen nicht nur gut aus, sie bieten auch sicherheitstechnisch einige Vorteile.

Breitreifen im Test

Tests des ADAC haben ergeben, dass Breitreifen eine höhere Fahrstabilität in Kurven sowie einen besseren Gripp auf trockener Fahrbahn aufweisen, als schmale Reifen. Der Grund ist, dass bei

Breitreifen (Pirelli)

Breitreifen eine weichere Mischung für die Lauffläche gewählt wird. Mehr Gripp sorgt für einen kürzeren Bremsweg und unter Umständen den rechtzeitigen Stillstand kurz vor einem Zusammenstoß.

Eine weichere Reifenmischung führt aber auch zu einem höheren Verschleiß. Dadurch, dass Breitreifen bei Nässe das Wasser nicht so leicht zu den Reifenflanken leiten, besteht auch eine höhere Aquaplaning-Gefahr. Durch mehr und  breitere Profilrillen kann dieser Effekt jedoch aufgehoben werden.

Breitreifen haben zudem einen höheren Rollwiderstand als schmale Reifen. Mit dem Rollwiderstand geht ein erhöhter Kraftstoff-Verbrauch einher. Auch mit mangelndem Fahrkomfort und lauteren Abrollgeräuschen muss bei breiten Reifen gerechnet werden.

Umrüsten von schmalen auf breite Reifen

Vorsicht ist geboten beim Umrüsten auf breite Reifen: Der Abrollumfang der breiten Reifen darf sich gegenüber der Serienbereifung nur minimal ändern, sonst funktionieren Systeme wie ABS (Antiblockiersystem) oder ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) nicht mehr.
Daher gilt: Die Umrüstung auf breite Reifen sollte im Fachhandel erfolgen. Dort sollte auch das Fahrwerk kontrolliert

Breitreifen (Continental)

werden, da die Kräfte, die durch breite Reifen auf das Fahrzeug einwirken, höher sind als jene, die durch schmale Reifen entstehen. Fahrwerk und Lenkung werden durch die geringe Eigenfederung der Reifen höher belastet und verschleißen schneller.

Welche Reifengröße passt zu meinem Auto?

Die erlaubten Reifengrößen stehen im Fahrzeugschein. Auch die Internetseiten der Reifenhersteller geben an, welche Reifen auf welche Fahrzeuge montiert werden dürfen. Mit der Kfz-Schlüsselnummer und der Zulassungsbescheinigung können Besucher der Hersteller-Webseiten die zugelassenen Reifengrößen finden. Dies ersetzt aber nicht eine professionelle Beratung im Fachhandel. Zu bedenken ist, dass mit steigender Zollgröße der Querschnitt des Reifens abnimmt. Je größer die Felgen, desto „weniger“ Reifen. Dadurch nimmt die Federung der Reifen ab, Beschädigungen der Felgen können die Folge sein. Der Gesetzgeber bestimmt die erlaubten Reifengrößen. Grundsätzlich gilt: Reifen dürfen nur so breit sein, dass die Lauflächen durch die Kotflügel abgedeckt sind (§36 StVZO).

Unser Tipp:

Für den Kauf von Breitreifen schauen Sie zunächst in die EG-Übereinstimmungsbescheinigung, auch CoC-Papiere (Certificate of Conformity) genannt, welche Reifengrößen für Ihr Fahrzeug zugelassen sind. Lassen Sie sich dann im Fachhandel über die Angebote von Qualitätsreifen beraten. Egal mit welchen Reifen Sie aber unterwegs sind – alle Reifen sollten regelmäßig auf Profiltiefe, Reifendruck, sichtbare Einfahrschäden und das Reifenalter geprüft werden.