Der Radwechsel gehört in die Hände von Fachleuten

Quelle: REIFF Reifen und Autotechnik

Nicht alle Reifenschäden sind für den Laien äußerlich oder auf den ersten Blick erkennbar. Ein Besuch beim Reifenexperten ist daher in regelmäßigen Abständen empfehlenswert. Er oder sie erkennt schnell, ob ein Reifen Mängel, Einfahrschäden oder Risse aufweist und kann diese oft sogar fachmännisch reparieren.

Wir empfehlen, diesen Routinecheck im Rahmen des halbjährlichen Reifenwechsels im Fachhandel oder einer Meisterwerkstatt durchführen zu lassen. Die Fachleute nehmen Ihre Reifen unter die Lupe und werden wahrscheinlich auch dazu raten, die Reifen auswuchten zu lassen. Verzichtet man darauf, kann das dazu führen, dass kleinere Unwuchten im schlimmsten Fall sogar dem Fahrwerk schaden:

Unwuchten machen sich häufig nicht sofort bemerkbar, wirken aber auf das Fahrzeug:
Der Kontakt zur Fahrbahn nimmt ab. Bei hohen Geschwindigkeiten besteht die Gefahr, dass die Lenkbewegungen teilweise nicht mehr oder nur noch schwer zu kontrollieren sind.
Eine starke Unwucht kann sich durch Lenkradzittern, „Flattern“ der Reifen und ungewöhnliche Fahrzeugvibrationen bemerkbar machen.
Eine Unwucht von nur 10 g belastet das Rad bei Tempo 100 mit 1,7 kg, bei Tempo 150 sogar mit 3,8 kg. Nicht zuletzt führen Unwuchten häufig zu einem ungleichmäßigen Reifenabrieb und damit auch zu einem höheren Verschleiß an Reifen und Fahrwerk.

Gerade bei neueren Fahrzeugen, die mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet sind, ist der „Do-it-yourself“-Reifenwechsel nicht zu empfehlen bzw. gar nicht möglich. Bei Fahrzeugen mit direkten RDKS muss eine Fachwerkstatt aufgesucht werden, da die passenden Systeme in die Räder eingebaut und neu eingestellt werden müssen. Auch bei einem indirekt arbeitenden RDKS muss nach dem Reifenwechsel das System neu kalibriert werden. Das bewerkstelligt auch am Besten ein Reifenexperte. Zusätzlich sorgt Ihr Experte auf Wunsch dafür, dass Ihre Reifen fachgerecht eingelagert werden.

Achtung: Im Nachgang zu einem Reifenwechsel müssen nach 100 Kilometern Fahrt die Radmuttern nachgezogen werden. Sonst drohen gelockerte oder sogar abfallende Räder. Fachbetriebe bieten diesen Service meist ohne vorherige Terminvereinbarung an.

Reifenwechsel oder Radwechsel?

Wussten Sie eigentlich, dass das halbjährliche Umstecken von Sommer- auf Winterreifen bzw. umgekehrt gar nicht „Reifenwechsel“ heißt, obwohl man das häufig so sagt? Den klassischen Reifenwechsel kann man ohne die nötige Ausrüstung gar nicht vornehmen, denn es bedeutet, die Reifen von einer auf die andere Felge umzumontieren. Sind Reifen und Felgen jeweils bereits verbunden, nennt man diese Kombination „Rad“ oder „Komplettrad“ und spricht vom „Radwechsel“ oder „Räderwechsel“.