Hörfunkbeiträge zum Reifenwechsel

Mit dem Hörfunkbeitrag „Reifenwechsel“ und drei weiteren Statements zu diesem Thema stellt die Initiative Reifenqualität des DVR umfangreiches Material kostenlos zum Download zur Verfügung.

Hörfunkbeitrag (komplett)

Anmoderationsvorschlag Frühjahr/Sommer:
Für den Sommer sind hohe Temperaturen typisch – aber auch regennasse Straßen. Zeit, um mit Sommerreifen unterwegs zu sein. Sollte man meinen – doch viele Autofahrerinnen und Autofahrer scheuen den Reifenwechsel. Der Gesetzgeber verpflichtet Autofahrer/innen, der jeweiligen Jahreszeit und den zu erwartenden Straßenverhältnissen entsprechende Reifen zu fahren. Der Wechsel zwischen Winter- und Sommerreifen sollte also selbstverständlich sein. Mein Kollege Andreas Schulte hat sich darüber mit Experten/innen unterhalten.

<!—Anmoderationsvorschlag Herbst/Winter:
Nasse, rutschige Fahrbahnen im Herbst, Glatteis und Schnee im Winter – Zeit, um mit Winterreifen unterwegs zu sein. Sollte man meinen – doch viele Autofahrerinnen und Autofahrer scheuen den Reifenwechsel. Der Gesetzgeber verpflichtet Autofahrer/innen, der jeweiligen Jahreszeit und den zu erwartenden Straßenverhältnissen entsprechende Reifen zu fahren. Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen sollte also selbstverständlich sein. Mein Kollege Andreas Schulte hat sich darüber mit Experten unterhalten.
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Beitrag:

O-Ton 0:56: „Kein normaler Mensch würde darauf kommen, Winterstiefel im Sommer anzuziehen oder Sandalen im Winter.“ (ca.8)

sagt Welf Stankowitz, Referatsleiter Fahrzeugtechnik beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Ähnlich ist das mit den Reifen eines Autos: Gummimischung, das Profil und die Lamellen der Reifen werden auf die jeweilige Witterung und die Fahrbahnverhältnisse hin entwickelt. Ganzjahresreifen sind nur ein schlechter Kompromiss, der sich nicht einmal finanziell rechnet:

O-Ton 3:28: „Was die Kosten angeht, so haben wir auch einmal ausgerechnet, dass es im Grunde genommen eigentlich gleich ist, ob Sie hier zwischen Winterreifen und Sommerreifen immer wieder wechseln. Gerade Ganzjahresreifen werden im Sommer wesentlich stärker und schneller abgefahren, sind von daher dann eben auch schlechter als die Sommerreifen, die halten dann länger.“ (ca. 15)

Autoreifen müssen enormen Belastungen standhalten, schließlich hat nur jeweils eine postkartengroße Reifenfläche Kontakt zur Fahrbahn. Da kommt es auf die richtige Gummimischung an. Alexander Bahlmann, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pkw-Reifen beim Hersteller Continental:

O-Ton 1:20: „In den vergangen Jahren hat sich hier sehr viel getan, d.h. es gibt neue Materialien, es gibt neue Kombinationsmöglichkeiten in den Mischungen und in Summe kann man sagen: Es ist ein Trend zur stärkeren Spezialisierung, das bedeutet die Sommerreifen werden immer stärker auch auf die sommerlichen Bedingungen hin ausgelegt (…) und die Winterreifen tun eben dieses für die winterlichen Bedingungen, so dass beide Kategorien Spezialisten für die jeweilige Jahreszeit sind.“ (ca.25)

Eines gilt übrigens sowohl für Winter- wie Sommerreifen, der Luftdruck muss stimmen, darauf verweist Christian Koch, Sachverständiger für Fahrzeugbereifung bei Dekra:

O-Ton 06:45: „Ohne vernünftigen Fülldruck im Reifen kann auch der beste Reifen seine Eigenschaften nicht ausspielen, weder die Haftung auf trockener und nasser Fahrbahn, noch die fahrdynamischen Eigenschaften, noch die Lebensdauer sind mit einem schlecht gewarteten Reifen mit zu geringem Fülldruck gegeben.“ (16)

Abmoderation:
Weitere Information rund um das Thema Reifen und Sicherheit gibt im Internet unter www.reifenqualitaet.de.

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Statement Alexander Bahlmann – Continental Reifen Deutschland

„Ein Beispiel, was wir gerne sagen ist, wie das in Österreich geregelt ist. Denn dort ist per Gesetz festgelegt worden, dass Winterreifen nur bis zu einer Restprofiltiefe von vier Millimeter existieren und dass alles was darunter ist, als Sommerreifen gilt. Und wenn man weiß, dass in Österreich (…) eine Winterreifenpflicht besteht, dann ist auch schnell klar, wenn mich dort die Polizei anhält und feststellt ich hab weniger Restprofiltiefe im Winter als vier Millimeter, dann muss ich mich auf ein Bußgeld einstellen. Und das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch sehr leicht zu vermeiden, im dem man eben etwas Recherche betreibt, wie diese Regelungen in Österreich oder eben auch in anderen Ländern formuliert sind.“

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Statement Christian Koch – Dekra

„Die Frage, die immer wieder an uns herangebracht wird, ist, ob man nicht halb abgefahrene Winterreifen auch im Sommer auffahren kann. Einfach um dann entsprechend sich den einen Satz Sommerreifen zu sparen bzw. die Anschaffung des neuen Satzes Sommerreifen um ein Jahr nach hinten zu verlängern. Wir raten ganz entschieden davon ab, so etwas durchzuführen, einfach aus dem Grund das ein halb abgefahrener Winterreifen, der sicherlich in seinen Wintereigenschaften nachlässt damit noch lange nicht ein halbwegs guter Sommerreifen wird. (…) Das ist sehr wichtig, denn auch ein Winterreifen hat im Sommer halt wesentlich schlechtere Eigenschaften als ein Sommerreifen: Bremswege und insbesondere die Fahrstabilität verschlechtern sich.“

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Statement Welf Stankowitz – Deutscher Verkehrssicherheitsrat, DVR

„Wir haben Untersuchungen vorliegen, wonach gute Reifen, selbst wenn sie abgefahren sind, d.h. noch mehr als 1,6 mm haben, immer noch besser sind als  schlechte Neureifen. (…) Insofern kann man Ihnen, den Autofahrern, nur empfehlen, sich wirklich bei den einzelnen Fachleuten zu erkundigen, welche Reifen besser sind.“

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Verschriftlichung